Volleyball gehört zu den beliebtesten Sportarten überhaupt. Es ist ein dynamischer Mannschaftssport, bei dem zwei Teams mit je sechs Spielern versuchen, einen Ball über ein Netz auf den Boden des gegnerischen Feldes zu bringen. Der Sport erfordert eine Kombination aus technischen Fähigkeiten, taktischem Verständnis und körperlicher Fitness.
Der Weltverband FIVB umfasst 222 nationale Verbände und somit mehr Mitglieder als die FIFA oder die Vereinten Nationen.
In diesem Blogbeitrag werden wir dir alle wichtigen Spielregeln erklären.
Die wichtigsten Volleyball Regeln für Einsteiger
Die Grundlagen des Volleyballs
Der Volleyball-Sport basiert auf einem einfachen, aber fesselnden Konzept. Zwei Mannschaften mit je sechs Spielern stehen sich auf einem durch ein Netz geteilten Feld gegenüber. Die Prämisse beim Volleyball ist einfach: Der Ball muss in der gegnerischen Spielfeldhälfte landen, ohne dass der Gegner/die Gegnerin ihn erfolgreich zurückspielt.
Die Spielerinnen einer Mannschaft müssen den Ball mit einer Kombination von höchstens drei Kontakten auf die gegnerische Seite des Netzes zurückspielen.
Die Mannschaft, die zuerst 25 Punkte mit einem Vorsprung von zwei Punkten erzielt, gewinnt den Satz, wobei jedes Spiel nach dem Modus "Best-of-Five" gespielt wird.
Es gibt keine feste Zeitbegrenzung für ein Volleyballspiel, da die Spiele in Sätzen gemessen werden.
Volleyball bei den Olympischen Spielen
Volleyball wurde erstmals bei den Olympischen Spielen als Demonstrationssportart bei den Olympischen Sommerspielen 1924 in Paris ausgetragen. Allerdings hat sich der aus den USA stammende Sport auch erst Mitte des 20. Jahrhunderts in Europa, Asien und dem Rest der Welt etabliert. Erst 1964 in Tokio war es zum ersten Mal im Programm.
Im Laufe der Jahre gab es eine Reihe außergewöhnlicher Spieler\innen auf den olympischen Volleyballplätzen. Zwei dieser Athlet\innen, die auch heute noch auf hohem Niveau spielen, sind der Goldmedaillengewinner von Tokio 2020 und zweifache FIVB World League Champion Earvin N'Gapeth (Frankreich) und die dreifache Olympiamedaillengewinnerin und Weltmeisterin von 2014 Jordan Larson (USA), die zu den wertvollsten Spieler*innen des Dream Teams der Herren bzw. gehören.
Das Spielfeld
Beginnen werden wir mit den Regeln zum Spielfeld: Das Volleyballspielfeld wird durch das Netz in der Mitte in zwei Hälften unterteilt.
Die Volleyball Feld maße sind genau definiert: Jede Spielfeldhälfte misst 9x9 Meter. Die gesamte Spielfläche teilt sich in verschiedene Bereiche auf. Das eigentliche Spielfeld ist 18 m lang und 9 m breit, jede Spielhälfte ist 9 x 9 m groß.
Jede Hälfte wird in zwei Teile unterteilt: Der Bereich direkt hinter dem Netz wird als „Vorderzone“ bezeichnet und wird durch eine Linie markiert. Diese befindet sich 3 Meter vom Netz entfernt. Drei Meter vom Netz entfernt befindet sich eine weitere Linie, die die Angriffszone abgrenzt. Links und rechts gibt es die Seitenlinien und am hinteren Ende die Grundlinie.
Die Höhe des Netzes ist in den Volleyball Regeln ebenfalls genau vorgeschrieben: Bei den Herren ist die Netzhöhe 2,43 m und bei den Damen 2,24 m. Bei den Frauen beträgt die Höhe 2,24 m und im Mixed Bereich ist das Netz 2,35 m hoch.
Das Netz hängt über der Mittellinie. Die obere Kante befindet sich bei Männern 2,43 Meter, bei Frauen 2,24 Meter und im Mixed 2,35 Meter über dem Boden. Das Netz muss straff gespannt sein. Es ist selbst einen Meter hoch und 9,5 bis 10 Meter breit, sodass es auf jeder Seite 25 bis 50 Zentimeter über die Seitenlinien des Feldes hinausragt. Die quadratischen Maschen des Netzes haben eine Seitenlänge von 10 Zentimetern, seine Ränder sind mit Bändern eingefasst. An den Enden ist es an Pfosten befestigt, die 0,5 bis 1 m außerhalb des Feldes stehen. Über den Seitenlinien sind an beiden Seiten des Netzes Antennen angebracht.
An beiden Enden des Netzes stehen die Schiedsrichter. Hinter dem zweiten Schiedsrichter befindet sich der Tisch der Schreiber (weitere Informationen zu diesen Personen im Abschnitt „Schiedsgericht“). Neben dem Schreibertisch stehen die Bänke, auf denen die Trainer und andere Teammitglieder sitzen.

Volleyballfeld mit Zonen
Der Ball
Das wohl Wichtigste beim Volleyball ist natürlich der Ball. Dieser muss kugelförmig sein und aus einem lederähnlichen Material bestehen. Der Volleyball besteht aus Leder oder Kunststoff mit einer luftgefüllten Gummiblase im Inneren. Mit einem Umfang von 65 bis 67 Zentimetern und einem Gewicht von 260 bis 280 Gramm ist er kleiner und leichter als ein Basketball oder ein Fußball.
Er ist entweder einfarbig hell oder hat ein Muster aus verschiedenen Farben. Die Marke der Spielbälle wird von den nationalen Volleyballverbänden für ihren Zuständigkeitsbereich festgelegt. Im internationalen Bereich gibt es mehrere zugelassene Spielbälle, die sich in Kleinigkeiten bezüglich Farbe und Materialbeschaffenheit unterscheiden.
Die Mannschaft
Beim Volleyball spielen zwei Mannschaften gegeneinander, die jeweils aus 6 Spielern bestehen. Der Kader einer Volleyballmannschaft besteht meistens aus zwölf Spielern, manchmal auch mehr. Auf dem Spielberichtsbogen ist pro Mannschaft Platz für die Eintragung von vierzehn Spielern. Jeweils sechs Spieler stehen gleichzeitig auf dem Feld. Die sechs Spieler der Startaufstellung bezeichnet man auch als Starting Six. Die Spieler einer Mannschaft tragen die gleichen Trikots. Eine Ausnahme bildet dabei der Libero, für den einige Sonderregeln gelten.
Die Volleyball Spielfeld Positionen sind nummeriert von 1 bis 6, wobei die Positionen 2, 3 und 4 die Vorderspieler und 1, 5 und 6 die Hinterspieler darstellen.
Die Startaufstellung der Mannschaft bestimmt die Rotationsfolge der Spieler auf dem Feld (siehe Grafik), die für die Dauer des jeweiligen Satzes gilt. Die Positionen werden von hinten rechts gegen den Uhrzeigersinn von 1 bis 6 nummeriert. Die Spieler auf den Positionen 2, 3 und 4 gelten als Vorderspieler, die anderen drei als Hinterspieler. Bekommt eine Mannschaft das Aufschlagsrecht, so rotieren ihre Spieler um eine Position im Uhrzeigersinn. Dadurch rückt beispielsweise der Spieler, der zuvor auf Position 2 am Netz stand, nun auf Position 1 und wird damit zum Aufschläger für sein Team. Diese Positionen behält die Mannschaft so lange bei, bis sie das verlorene Aufschlagrecht zurückgewinnt.
Ein bodenberührender Teil des Körpers eines Vorderspielers (i. d. R. die Füße) muss am Anfang eines Ballwechsels immer mindestens auf gleicher Höhe oder näher an der Mittellinie sein wie ein Teil des Körpers des entsprechenden Hinterspielers.

Volleyball Rotation
Spielablauf und Regeln
Das Ziel beider Teams ist es, den Volleyball regelgerecht über das Netz und auf den Spielfeldboden der gegnerischen Mannschaft zu bekommen. Dafür haben die Mannschaften das Recht, den Ball drei Mal zu berühren, bevor er zurück gespielt werden muss. Eine Berührung bei einem Block zählt dabei nicht als Ballkontakt. Nach dem Block darf der Blockspieler den Ball ein weiteres Mall berühren.
Gleichzeitig müssen die Teams verhindern, dass der Volleyball in der eigenen Spielfeldhälfte auf den Boden fällt. Laut Volleyball Regeln darf der Ball dafür mit allen Körperteilen gespielt werden. Dabei muss der Ball geschlagen werden. Werfen bzw. Führen des Balls ist nicht erlaubt. Der Ball darf (außer beim Aufschlag) mit jedem Körperteil gespielt werden.
Nachdem der Ball mit dem Aufschlag ins Spiel gebracht worden ist, sind für jede Mannschaft bis zu drei Ballkontakte erlaubt, bevor der Ball das Netz überqueren muss. Bei einem typischen Ballwechsel werden die drei Ballkontakte für drei Bestandteile eines Spielzugs genutzt. Der erste Kontakt ist die Annahme oder die Abwehr, mit der der Ball in der Defensive kontrolliert wird. Durch das Zuspiel (zweiter Kontakt) gelangt der Ball in die Nähe des Netzes. Der dritte Kontakt ist üblicherweise der Angriffsschlag über das Netz. Die andere Mannschaft kann nun versuchen, den Angriff durch einen Block direkt am Netz abzuwehren. Gelangt der Ball danach in die Hälfte der abwehrenden Mannschaft, wird weitergespielt.
Wenn der Ball den Boden berührt ist der Spielzug vorbei. Ein Spielzug ist ebenfalls beendet, wenn der Volleyball ins Aus geht oder es einer Mannschaft nicht gelingt, ihn regelgerecht zurück zu spielen, sprich einen Fehler macht.
Fehler im Volleyball
Fehler können laut Volleyball Regeln folgendes sein:
- Ein Team bzw. ein Teammitglied passt den Ball zu oft, hält ihn fest, schlägt den Volleyball unter bzw.
- Ball aus: Der Ball fällt zu Boden, ohne das gegnerische Feld zu treffen.
- Vier Kontakte: Eine Mannschaft berührt den Ball mehr als dreimal nacheinander. Eine Berührung im Block wird dabei nicht mitgezählt. Das gilt auch für eine mehrfache Blockberührung durch einen oder mehrere Spieler. Die nächste Berührung nach einem Block darf auch durch einen Spieler erfolgen, der im Rahmen der Blockaktion unmittelbar zuvor den Ball berührt hat.
- Doppelberührung: Ein Spieler berührt den Ball zweimal direkt hintereinander.
- Übertreten: Ein Spieler tritt unterhalb des Netzes über die Mittellinie. Der Spieler berührt dabei mit dem Fuß das Spielfeld, die Fußsohle befindet sich vollständig im gegnerischen Spielraum.
- Kontakt mit unbeteiligten Personen oder Gegenständen: Der Ball berührt einen nicht im Spiel befindlichen Spieler, Trainer, Zuschauer oder einen Gegenstand außerhalb des Spielfelds.
- Verwendung von Hilfsmitteln beim Schlag: Ein Spieler darf weder von einem Mitspieler beim Schlag unterstützt werden (bspw. auf die Schultern nehmen) noch ein anderes Hilfsmittel verwenden (bspw.
- Fehler von Hinterspielern: Ein Hinterspieler ist an einem Block beteiligt. Der Block gilt dabei als eine Einheit, d. h., berührt beim Block, an dem ein Hinterspieler beteiligt ist, irgendein Spieler den Ball, gilt das als Fehler.
- Fehler des Liberos oder nach einem Zuspiel des Liberos: Der Libero tätigt ein oberes Fingerzuspiel in der Vorderzone und ein Mitspieler führt einen Angriffsschlag aus, bei dem sich der Ball im Moment des Kontaktes vollständig oberhalb der Netzoberkante befindet.
- Positionsfehler: Eine Mannschaft muss zu Beginn jedes Aufschlags gemäß der Rotationsfolge aufgestellt sein (siehe oben). Ob eine Mannschaft richtig aufgestellt ist, ergibt sich ausschließlich aus der Position ihrer Spieler zueinander. ein Rotationsfehler besteht, wenn der Aufschlag nicht entsprechend der Rotationsfolge ausgeführt wird.
- Sichtblock: Wenn einer oder mehrere Spieler so stehen (oder sich so bewegen), dass dem Gegner die Sicht auf den aufschlagenden Spieler und die Flugbahn des Balles verwehrt ist, handelt es sich um einen verbotenen Sichtblock.
- Es ist ebenfalls ein Fehler wenn der Ball außerhalb des Überquerungssektors/ der Antennen über das Netz fliegt oder unter dem Netz durchfliegt.
- Keine Mitspieler oder Gegenstände dürfen beim Berühren des Balls helfen.
Punktzählung und Satzgewinn
Die Mannschaft, die einen Spielzug gewinnt, erhält einen Punkt und außerdem das Aufschlagrecht. Punkten kann dabei jedes Team, egal ob es Aufschlag hat oder nicht. Hier wird nach dem sogenannten „Rally-Point-System“ gezählt, was bedeutet, dass es für jeden Ballwechsel (rally) einen Punkt (point) gibt.
Eine Mannschaft erzielt einen Punkt, wenn sie den Ball auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte schlägt oder dem Gegner ein Fehler unterläuft.
Ein Volleyballspiel wird über drei Gewinnsätze gespielt, die jeweils bis 25 Punkte gespielt werden. Jeder Satz hat 25 Punkte (mit Ausnahme des 5. Satzes). Bei 24:24 Gleichstand wird der Satz fortgesetzt bis sich ein Team eine 2-Punkte Führung erspielt hat.
Ein entscheidender fünfter Satz wird bis 15 Punkte gespielt. Bei 2:2 Satzgleichstand wird der entscheidende 5. Satz (Tie-Break) bis 15 Punkte gespielt (hat ein Team 8 Punkte werden die Seiten gewechselt). Auch hier werden müssen mind.
In den Sätzen wird nach der Rally-Point-Zählweise gezählt.
Aufschlag
Der Volleyball wird von dem Aufschlagspieler mit einem Aufschlag ins Spiel gebracht. Der Aufschlag ist ein entscheidender Moment im Volleyball, da er das Spiel eröffnet und direkte Punkte erzielen kann. Definition: Der Aufschlag ist der Spielzug, mit dem der Ball ins Spiel gebracht wird. Der Aufschlag wird durch den Spieler auf Position I (hinten rechts) vollzogen. Der Ball muss mit der Hand oder Arm eines Arms nach vorherigem Anwurf geschlagen werden. Der Ball darf nur 1x angeworfen werden, es gibt keinen 2.
Dieser wird ausgeführt, indem der Spieler den Ball mit seiner Hand oder seinem Arm über das Netz in die Spielfeldhälfte des Gegners schlägt. Die aufschlagende Mannschaft darf die Sicht auf den Aufschlagspieler und die Flugbahn des Aufschlags nicht verdecken.
Der Aufschlagspieler wechselt jedes Mal nach Erhalt des Aufschlags. Macht das Team, welches aufgeschlagen hat, einen Punkt, schlägt der selbe Spieler erneut auf.
Positionen und Rotation
Beim Volleyball sind die Positionen der Spieler genau festgelegt. Die Positionen wechseln nach einem Aufschlagwechsel in einer festgelegten Reihenfolge. Die Positionen 1 und 5 liegen in der Hinterzone. Auf Position 1 befindet sich immer der aufschlagende Spieler. Die Positionen 2, 3 und 4 befinden sich immer in der Vorderzone. Die Aufgabe dieser Spieler ist es, die eingehenden Bälle zu blocken und in das gegnerische Feld zurück zuspielen. Im Idealfall sollen die beiden äußeren Spieler - die sich auf Position 2 und 4 befinden - dem mittleren Spieler auf Position 3 die Bälle zuspielen, damit dieser die Bälle in das Spielfeld des Gegners schmettern kann.
Der Volleyballer auf Position 6 befindet sich in der Mitte des Feldes. Dieser ist als sogenannter „Switcher“ dafür zuständig, lange und kurze Bälle gleichzeitig zu spielen.
Auszeiten und Auswechslungen
Wann und wie lange Auszeiten genommen werden dürfen, ist in den Volleyball Regeln ebenfalls definiert. Die führende Mannschaft kann während einem Satz nach 8 oder 16 erreichten Punkten eine Auszeit fordern. Diese ist dann eine Minute lang.
Erreicht die jeweils führende Mannschaft den achten oder den sechzehnten Punkt, sehen die Regeln in den ersten vier Sätzen eine technische Auszeit von einer Minute vor. Zusätzlich können beide Trainer beim zweiten Schiedsrichter pro Satz zwei Auszeiten beantragen, die jeweils 30 Sekunden dauern. In den unteren Spielklassen gibt es üblicherweise keine technischen Auszeiten. Mit den taktischen Auszeiten kann der Trainer das Spiel beeinflussen. Die möglichen Gründe für eine solche Unterbrechung sind vielfältig. Der Trainer kann eine Auszeit nehmen, um seine Mannschaft in einer schlechten Phase zu beruhigen. Er kann versuchen, dem Team neue Anweisungen zu geben, wobei die Aufnahmefähigkeit allerdings in der kurzen Zeit begrenzt ist. Außerdem kann eine Auszeit dazu dienen, den Spielfluss beim Gegner zu unterbrechen.
Trainer können bis zu 6 Spielerwechsel (Rückwechsel zählen hier ebenfalls zu) pro Satz beantragen, das Schiedsgericht muss diesen zustimmen. es können mehrere Wechsel gleichzeitig ausgeführt werden.
Pro Satz und Mannschaft sind sechs Auswechslungen erlaubt. Der Einwechselspieler hält üblicherweise eine Tafel mit der Nummer des auszuwechselnden Spielers. Möglich sind auch Mehrfachwechsel, bei dem mehrere Spieler gleichzeitig ausgetauscht werden. Sobald ein Spieler für einen anderen eingewechselt wurde, kann er auch nur für diesen wieder ausgewechselt werden (Rückwechsel). Danach ist in diesem Satz für diese beiden Spieler das Wechselkontingent erschöpft, mit der Folge, dass der Startspieler den Satz zu Ende spielen und der Ersatzspieler bis zum nächsten Satz auf der Bank Platz nehmen muss. Er darf nach seiner Auswechslung auch nicht für einen anderen Startspieler eingesetzt werden.
Ausnahme Verletzung: Verletzt sich ein Spieler wird eine „ausnahmsweise“ Auswechslung durchgeführt. Jeder Spieler (außer dem Libero) darf für diesen auf das Feld kommen. Wenn ein verletzter, erkrankter oder hinausgestellter Spieler ausnahmsweise gewechselt wird, darf dieser Spieler nicht mehr in dieses Spiel zurückkehren. Ein ausnahmsweiser Wechsel wird nicht als normaler Wechsel gezählt.
Ausnahme Sanktion: Ein hinausgestellter /disqualifizierter Spieler muss regulär ausgewechselt werden.
Positions- und Rotationsfehler
Eine Mannschaft erhält einen Punkt, wenn dem gegnerischen Team ein Positionsfehler oder ein Rotationsfehler unterläuft.
Positionsfehler: Zum Zeitpunkt des Aufschlags muss sich jeder Spieler auf seiner Position befinden, ansonsten gibt es einen Positionsfehler. Das bedeutet, dass jeder Hinterspieler weiter vom Netz entfernt sein muss, als der entsprechende Vorderspieler.
Rotationsfehler: Von diesem Fehler spricht man, wenn der Aufschlag nicht entsprechend der Rotationsfolge ausgeführt wird. ein Rotationsfehler besteht, wenn der Aufschlag nicht entsprechend der Rotationsfolge ausgeführt wird. Neben einem Punkt verliert die Mannschaft zusätzlich das Aufschlagrecht. Nach einem Rotationsfehler muss die richtige Rotationsfolge wieder hergestellt werden.
Verwarnungen und Strafen
Wer sich während einem Volleyballspiel eine kleine Unkorrektheit erlaubt, braucht keine schlimmen Konsequenzen zu fürchten. Denn diese werden mit einer Verwarnung durch den Schiedsrichter geahndet aber nicht eingetragen oder weiter verfolgt.
Bei „einfachen“ Regelverstößen (geringfügiges Fehlverhalten) wird zunächst verwarnt. Dies erfolgt in zwei Stufen. Die erste Stufe ist eine mündliche Verwarnung über den Spielkapitän, die zweite Stufe ist das Zeigen der gelben Karte.
Anders sieht dies bei „ungebührlichem“ Verhalten aus. Hierzu gehört beispielsweise das Kommentieren (ohne zu beleidigen), was eine Rote Karte und ein Spielzugverlust zur Folge hat. „ungebührliches“ Verhalten wie kommentieren (nicht beleidigen).
Für beleidigendes Verhalten gibt es vom Schiedsrichter die Gelb Rote Karte. beleidigendes Verhalten bedeutet das Zeigen der gelben und roten Karte durch den Schiedsrichter. Der Spieler muss für diesen Satz das Spielfeld verlassen. Ein Punktverlust für die ganze Mannschaft gibt es jedoch nicht.
Das Volleyball ist eine Sportart, bei der Tätlichkeiten hart bestraft werden. die Tätlichkeit: Bei Übergriffen zeigt der Schiedsrichter ebenfalls die gelbe und rote Karte, allerdings getrennt in den Händen. Bei Übergriffen bekommt der entsprechende Spieler ebenfalls die Gelbe und Rote Karte vom Schiri gezeigt. Diese hält er getrennt in den Händen. Der Spieler muss daraufhin die Halle verlassen.
Schwerere Fehlverhalten werden je nach Schwere in drei Kategorien eingeteilt. Unangemessenes Verhalten wird mit einer roten Karte bestraft, was Punkt und Aufschlag für den Gegner zur Folge hat. Ausfallendes Verhalten wird mit einer Hinausstellung (gelbe und rote Karte in einer Hand, Folge: Spielausschluss für den Rest des Satzes), eine Aggression mit einer Disqualifikation (gelbe und rote Karte in beiden Händen, Folge: Spielausschluss für den Rest des Spiels) geahndet. Ein hinausgestellter (disqualifizierter) Spieler, der sich auf dem Spielfeld befindet, muss sofort durch einen normalen Wechsel ausgewechselt werden. Ist dies nicht möglich, darf der Spieler durch einen ausnahmsweisen Wechsel ausgewechselt werden.
Die Rolle des Schiedsrichters
Das Schiedsgericht besteht aus dem ersten und zweiten Schiedsrichter, zwei oder vier Linienrichtern und dem Schreiber; zusätzlich kann es noch einen Assistenten des Schreibers geben. Die Zusammensetzung des Schiedsgerichtes und deren Aufgabenteilung ist je nach Ligastufe und Art des Wettbewerbs unterschiedlich. Während internationale Spiele mit zwei Schiedsrichtern und vier Linienrichtern gespielt werden, kamen in der 1. Bundesliga nur zwei Linienrichter zum Einsatz. Mit der flächendeckenden Einführung des Videobeweises im Männerbereich wurden diese aber abgeschafft, bei Frauenspielen gibt es sie zum Teil weiterhin. Wenn mit Videobeweis gespielt wird, gibt es einen dritten Schiedsrichter, den so genannten Challenge-Schiedsrichter. Er ist via Headsets mit seinen beiden Kollegen verbunden.
Der erste Schiedsrichter steht auf einem Schiedsrichterstuhl am Ende des Netzes. Sein horizontales Sichtfeld muss sich mindestens 50 cm über dem Netz befinden. Er leitet das Spiel und hat Entscheidungsbefugnis über alle Mitglieder des Schiedsgerichts und der Mannschaften. Seine Entscheidung ist endgültig, sobald der nächste Aufschlag genehmigt oder der Satz beendet wurde. Er darf andere Mitglieder des Schiedsgerichts überstimmen, wenn sich herausstellt, dass sie sich geirrt haben. Er muss aber auf die Beobachtungen seiner Assistenten achten. Auf Nachfrage des Spielkapitäns muss er seine Entscheidung erklären.
der Spielkapitän vertritt das Team auf dem Feld gegenüber dem Schiedsgericht. Er ist die einzige Person, die mit dem Schiedsrichter über Regelauslegungen.
der Trainer leitet das Spiel außerhalb des Feldes. Er bestimmt die Startaufstellung, Auswechslungen und Auszeiten, in Absprache mit dem 2.
Jeder Trainer oder Spielfeldkapitän kann pro Satz 2 Auszeiten á 30 sec. dies muss vor dem Anpfeifen beim 2.
Volleyball Techniken
Eine korrekte Grundstellung ist für alle Volleyballtechniken essentiell. Sie beinhaltet eine schulterbreite Grätschschrittstellung, leicht gebeugte Knie und einen nach vorne geneigten Oberkörper.
- Das Pritschen, auch als oberes Zuspiel bekannt, ist eine fundamentale Volleyball Technik. das Zuspiel (zumeist im Pritschen) ist der 2.
- Das Volleyball Baggern, auch unteres Zuspiel genannt, ist eine weitere essentielle Technik.
- Der Angriffsschlag ist eine offensive Technik, die darauf abzielt, den Ball kraftvoll und präzise ins gegnerische Feld zu schlagen. der 3.
- Der Block ist eine defensive Technik, bei der Spieler versuchen, den gegnerischen Angriff direkt am Netz zu stoppen. Blocken ist eine Verteidigung oberhalb des Netzes in der Nähe des Netzes.
Videobeweis (Challenge)
In einigen internationalen Wettbewerben der FIVB und CEV sowie beim Finale im DVV-Pokal und teilweise auch in der Bundesliga wird seit 2013 ein Videobeweis genutzt, der auch als „Challenge“ (englisch für Anzweifeln, Infragestellen) bezeichnet wird. Wenn eine Mannschaft eine Entscheidung des Schiedsrichters anzweifelt, kann sie diese überprüfen lassen. Eine Challenge ist bei der Frage „Ball im Feld oder aus“ sowie bei Blockberührungen, Netzfehlern, Antennenberührungen und bei Übertritten möglich. Sie muss direkt nach dem Auftreten des jeweiligen Fehlers angezeigt werden. Jede Mannschaft hat pro Satz höchstens zweimal die Möglichkeit, den Videobeweis anzufordern.

Volleyball Challenge
Deutsche Erfolge
Deutsche Erfolge in der Halle sind eher selten, zu groß ist die weltweite Dominanz. So konnten die Männer und Frauen der früheren DDR lediglich 1972 in München bzw. Star dieser Mannschaft war Georg Grozer jr. Der gebürtige Ungar ist mit einer unglaublichen Schlagkraft ausgestattet, wird deshalb auch „Hammer Schorsch“ genannt. Geerbt hat er diese Eigenschaft von seinem Vater Georg Grozer. Der 2,00 m große Diagonalangreifer spielte 2007 erstmals für die Nationalmannschaft, für die sein Vater in den neunziger Jahren auch spielte. Dank der überragenden Leistungen von Georg Grozer jnr.
Nun hast du die wichtigsten Regeln im Volleyball kennen gelernt und bist bereit für dein nächstes Spiel.
VolleyballFREAK-Tipp #1 Immer wieder überlegen/ testen die Volleyballverbände neue Regeln, deshalb: Versucht auf dem Laufenden zu bleiben.
VolleyballFREAK-Tipp #3 Beim „kleinen“ Bruder Beach Volleyball gelten andere Regeln.